Aquafitness – oder warum lieben Frauen das Workout im Wasser?

Acquafitness

Ausgerechnet Aquagymnastik! Jahrelang habe ich diese Art, sich im Wasser fit zu halten, regelrecht gehasst. Denn all die Frauen, die zu ohrenbetäubendem Disco-Sound mit Kicks und Poolnudeln gegen den Wasserwiderstand ankämpften, ruinierten mir regelmäßig meine Me-Time beim Bahnen ziehen im Schwimmbad. 

Doch eines schönen Tages siegte meine Neugierde … ich wollte endlich wissen, was Frauen an Aquafitness so toll finden und startete einen Selbstversuch. 

Ich habe insgesamt fünf Arten des Aquatrainings ausprobiert: Aqua Jumping, Aqua Pole, Aqua Cycling, Aqua Krafttraining – und natürlich Aqua Gym. Und hier ist meine ganz persönliche Rangliste.

Bereit? Dann tauchen wir mal ein in die Materie!

Aquafitness: Workout im Wasser

Aquafitness – das klingt erstmal wie ein Synonym für die gute alte Wassergymnastik aus der Reha. Doch dahinter verbirgt sich ein abwechslungsreiches Workout im Rhythmus der Musik. Die Sportart verbindet Elemente aus Aerobic, Tanz, Boxen und sogar Judo zu einem effektiven Ganzkörpertraining. Manchmal erinnern die Übungen ein bisschen an Synchronschwimmen, aber keine Angst: Für Aquafitness muss man nicht einmal schwimmen können.

Denn Aquafitness richtet sich an alle, die Lust auf Bewegung im Wasser haben – egal ob Anfänger oder Profi. Von Aquagym über Aquapole bis hin zu Aquacycling und Aquajumping – die Vielfalt der Varianten ist fast so groß wie das Schwimmbecken selbst. Nur mit Bahnen ziehen hat das Ganze wenig zu tun.

Für mich als begeisterte Schwimmerin war Aquafitness lange ein rotes Tuch. Jedes Mal, wenn ich am Beckenrand ankam und feststellte, dass 30 energisch strampelnde Damen das Wasser in eine Art chaotisches Sprudelbad verwandelt hatten, sackte meine Laune direkt in den Keller. Statt der Stille, in der ich meinen Atem hören und die sanften Bewegungen meines Körpers im Wasser spüren wollte, gab es – Lärm, Geschrei und Poolnudeln, die mir gefährlich nahe kamen. Bis zu meinem All-inclusive-Abo … ich konnte nicht länger widerstehen und wagte den Sprung ins Ungewisse: Ich probierte alle angebotenen Varianten aus, von Aquagym über Aquacycling bis hin zu Aquapole, Aquajumping und Aqua-Krafttraining.

Und was soll ich sagen? Hier kommt meine ganz persönliche Rangliste – absolut subjektiv und ohne Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit

Aqua Jumping: Die Hüpfburg für Wassernixen

Aquajumping – schon der Name verspricht Bewegung und Spaß. Und tatsächlich: Die Übungen im Wasser werden auf einem runden Trampolin ausgeführt, das einen Durchmesser von einem Meter hat und etwas 30 Zentimetern hoch ist. Dank spezieller Saugnäpfe steht das Gerät fest auf dem Boden des Schwimmbeckens, sodass es nicht unter den Füßen wegrutschen und man sicher hüpfen und springen kann.

Das Prinzip ist simpel, aber effektiv: Knie beugen, Beine durchdrücken, hoch springen – und das mit ordentlich Schwung. Jede Bewegung fordert Beine, Oberschenkel und Gesäßmuskeln heraus, denn die Matte gibt spürbar Widerstand. Der Spaßfaktor? Hoch! Die Anstrengung? Ebenfalls hoch.

Eine typische Trainingseinheit dauert 50 Minuten und wird von schneller Musik begleitet, die zu Höchstleistungen motiviert. Im ständigen Wechsel werden Sprünge, Seitwärtsdrehungen, Sprints, Kicks und sogar Liegestütze absolviert – ergänzt durch kraftvolle Armbewegungen, mit denen man das Wasser wegschiebt, umarmt oder regelrecht zusammenpresst.

Auch die Bauchmuskeln kommen nicht zu kurz – mit Übungen im „Liegen“, die Ihnen das Gefühl geben, eine Synchronschwimmerin zu sein. Voraussetzung? Eine gute Kondition und Freude an intensiven Workouts, denn hier wird Ihnen garantiert irgendwann die Puste ausgehen. Aber der Hüpfspaß macht jede Anstrengung mehr als wett.

Note: 1 minus

Aqua Pole: Stangen-Tanz im Wasser

Für Aquapole benötigt man eine etwa zwei bis zweieinhalb Meter lange Stange, die an einem runden Sockel befestigt ist. Dieser wird mit Saugnäpfen sicher auf dem Beckenboden fixiert, sodass die Stange stabil steht – selbst bei schwungvollen Übungen.

Da mein Kurs mehr Teilnehmerinnen als Stangen hatte, wurde die Trainingseinheit zu einem Mix aus Aquapole und Aquagym. In Gruppen aufgeteilt, wechselten wir zwischen verschiedenen Geräten: Hanteln, spezielle Handschuhe, die den Wasserwiderstand steigern, Trainingsscheiben, Schwimmnudeln und natürlich der begehrten Stange.

Ein Glück! Denn sich 50 Minuten lang ausschließlich an einer Stange auszutoben, wäre nicht nur anstrengend, sondern wohl auch ein bisschen eintönig geworden.

Trotzdem gab es einige Highlights: So habe ich entdeckt, dass die „Flagge“ – an Land ein echter Kraftakt – im Wasser superleicht ist … genauso wie ich, denn mein Körpergewicht wird durch den Wasserauftrieb um bis zu 90 % reduziert. Was mich besonders überzeugt hat, war die Struktur des Trainings. Die Übungen bestanden aus kurzen Intervallen: 20 bis 30 Sekunden Bewegung, gefolgt von 10 Sekunden Pause, in denen man locker auf der Stelle läuft. Das mag kurz erscheinen, reicht aber aus, um Luft zu holen und neue Energie zu sammeln. Aquapole soll Bauch, Schultern und Hüften straffen und gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System stärken. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, aber das Training war auf jeden Fall abwechslungsreich.

Note: 2

Wenn ich nicht im Wasser bin, arbeite ich an einer Übersetzung Deutsch-Italienisch. Erfahren Sie mehr über mich.

Aqua Cycling: Ein Bike für die Flintstones

Nein, selbst mit Freds und Barneys beeindruckenden Füßen ließe sich dieser Brocken von einem Rad nicht bewegen. Und da kann man noch so viel Gewicht hinter den Sattel verlagern … ein Wheelie bleibt beim Aquacycling ein Traum.

Eigentlich bräuchten diese Bikes gar keinen Sattel, denn hier wird in jeder erdenklichen Variante gestrampelt: im Stehen, gebückt oder halb gebückt zwischen Sattel und Lenker, im Sitzen mit ausgestreckten Beinen oder mit dem Allerwertesten knapp über einem Reifen, der gar nicht existiert.

Und während die Beine unermüdlich in die Pedale treten, kommen auch die Arme nicht zur Ruhe. Mit geraden oder kreisenden Bewegungen schieben sie das Wasser kraftvoll vorwärts – bis die Trainerin oder der Trainer mit einem schelmischen Grinsen befiehlt, den Widerstand zu erhöhen. Schnell greift die Hand zum Einstellrad, der Körper richtet sich abrupt auf, stützt sich schwer auf den Lenker, und das Schwimmbecken verwandelt sich in eine schweißtreibende Bergtour. Und genau in diesem Moment weiß ich’s: Auch im Wasser kann man ordentlich ins Schwitzen kommen. Ein Blick in die spiegelnde Glasscheibe verrät es: Das Gesicht leuchtet tomatenrot.

Macht das Spaß? Absolut! Ist es anstrengend? Ohne Frage!

Bereits nach zehn Minuten brennen die Beine. Aquacycling fordert auf jeden Fall die Kondition heraus, mehr noch als Aquajumping. Bonuspunkt: Bei dieser Disziplin trifft man häufiger auch männliche Teilnehmer – eine willkommene Abwechslung.

Note: 2

Aqua Krafttraining: Überschwemmung im Kraftraum

Erwischt – ich muss gestehen: Aqua-Krafttraining habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Warum? Die Vorstellung von einem Kraftraum unter Wasser schreckt mich ab. Nach einem Jahr im klassischen Fitnessstudio, das ich ehrlich gesagt eher öde fand, ist meine Begeisterung für Geräte-Workouts, ob an Land oder im Wasser, ziemlich begrenzt.

Aber wer weiß? Vielleicht überwinde ich meinen inneren Schweinehund doch noch und pumpe Gewichte im Nassen. Ich berichte Ihnen dann, ob sich der Sprung ins Wasser gelohnt hat. Schauen Sie also einfach gelegentlich wieder vorbei – es könnte spannend werden!

Note: keine

Aqua Gym: Treten und schlagen nach Lust und Laune

Und hier ist sie – die Königin der Wassergymnastik! Aquagym, die klassische Strand- und Resort-Aerobic, die im Becken für Wellen sorgt und bei mir einst für Frustanfälle, wenn ich nur ganz gemütlich meine Bahnen ziehen wollte.

Was soll ich sagen? Wie bei jedem Sport hängt der Spaßfaktor auch hier stark von der Trainerin oder dem Trainer ab. Fünfzig Minuten können sich entweder wie lockeres Herumgeplantsche anfühlen – oder wie ein schweißtreibender Überlebenskampf.

Im Gegensatz zu Aquapole gibt es bei Aquagym keine Verschnaufpausen. Stattdessen wird unermüdlich getreten, geboxt und Wasser weggedrückt. Perfekt, um aufgestauten Ärger abzubauen, ohne dabei tatsächlich jemanden zu verhauen!

Wenn die Übungen in schneller Folge variieren, kann das Ganze sogar richtig Spaß machen. Die Bewegungen reichen von freiem Training mit dem eigenen Körpergewicht bis hin zu Übungen mit Hilfsmitteln wie Smiley-Scheiben, Handschuhen, Schwimmnudeln und Hanteln.

Aquagym soll ideal sein, um überflüssige Pfunde zu verlieren, Bauch und Po zu straffen, die Rückenmuskulatur zu stärken und Arme und Schultern zu definieren. Stimmt das wirklich? Schwer zu sagen. Aber eines ist sicher: Aquagym und ich sind auf dem besten Weg, gute Freunde zu werden.

Note: 2 bis 3

Also: Warum lieben Frauen Aquafitness so sehr?

Nach einem Jahr regelmäßiger Teilnahme – mit mindestens zwei Einheiten pro Woche, in denen ich zwischen Aquagymnastik, Aquajumping, Aquapole und Aquacycling wechselte – habe ich es endlich verstanden: Frauen lieben Aquafitness und das aus gutem Grund:

  • Es macht Spaß! Die Musik motiviert und macht für gute Laune. Und wer nicht gerade mit Sauerstoffmangel kämpft, kann vielleicht sogar mitsingen – was den Spaßfaktor noch einmal erhöht.
  • Schweiß adé. Selbst wenn der Körper erschöpft ist, fühlt man sich im Wasser erstaunlich frisch (mit einer Ausnahme: Aquacycling – schweißtreiben wie an Land).
  • Auftrieb statt Belastung. Der natürliche Auftrieb des Wassers macht es möglich, Übungen auszuführen, die an Land deutlich schwieriger oder sogar unmöglich wären. Und im Wasser sinkt auch das Risiko für Verletzungen. Für jemanden wie mich, der durch 12 Jahre Leistungssport strapazierte Sehnen hat, ist das ein Segen.
  • Training im eigenen Tempo. Aquafitness ist für jeden geeignet, egal ob groß, kräftig oder weniger sportlich. Es gibt so gut wie keine Kontraindikationen, und jeder kann in seinem eigenen Rhythmus trainieren.
  • Sanfter Druck mit großem Effekt. Der Wasserdruck wirkt wie eine konstante Massage und hilft, die Durchblutung in den Beinen zu fördern. Und ja, es heißt, er kann auch bei Cellulite helfen – wer weiß, vielleicht stimmt das ja wirklich.

Ich persönlich gehe so oft wie möglich ins Schwimmbad. Wenn kein Training ist, setze ich meine Schwimmbrille auf und schwimme meine Bahnen. Regelmäßige Bewegung ist für mich nicht nur Zeitvertreib, sondern auch ein Muss, um einen Ausgleich zu meinem sitzenden Beruf zu schaffen.

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Originalartikel auf Italienisch. Deutsche Übersetzung von Dragana Molnár.

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